In Kapstadt: Abalimi und Harvest of Hope

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Harvest of Hope ist ein Projekt unserer Partnerorganisation ABALIMI Bezekhaya. Es steht für ökologischen Obst- und Gemüseanbau in den Townships in Kapstadt. Harvest of Hope bedeutet ‚Hoffnung ernten“!

Ökologische Haus- und Gemeinschaftsgärten in armen Stadtteilen vereinen viele Vorteile:

  • Ökologisch angebautes Gemüse wird lokal erzeugt und von Kleinfarmen in den ärmsten Townships von Kapstadt an die ‘Spitzen-Haushalte’ verkauft. So können wohlhabende Haushalte durch Initiativen wie Harvest of Hope ihren ökologischen Fußabdruck erheblich reduzieren.
  • Die Kleinfarmen tragen zu einer Reduktion von Kohlendioxidemissionen bei. Die Nahrung wird vor Ort produziert und Transportwege verkürzt.
  • Eine Fläche von 100 m² kann eine 5-köpfige Familie ein ganzes Jahr lang versorgen
  • Eine Fläche von 500 m² bringt einer Kleinbäuerin einen Monatserlös von bis zu 3000 Rand
  • Ökologisch bewirtschafteter Boden ist lebendiger und bindet mit seinen Mikroorganismen größere Mengen Kohlendioxid als industriell beackerte Böden.
  • Der gesundheitliche Nutzen für die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen ist groß: die ökologisch erzeugte Nahrung verbessert die Ernährungssituation und die Gesundheit der Familien
  • Die Natur hat großen Nutzen: in den ökologisch bewirtschafteten Gärten werden viele einheimische Pflanzen bewahrt und die genetische Vielfalt der Pflanzen erhalten.
  • Ein stärkender Effekt bei den Ärmsten der Armen: Die grünen Garten-Oasen bedeuten eine echte Unterstützung für Tausende von Frauen: 80% der bei harvest of hope beschäftigten Menschen sind weiblich: Ihre Lebenssituation hat sich stark verbessert und das erworbene Wissen und die Kraft stärken die Gemeinschaft.

Abalimi arbeitet zurzeit mit ca. 5000 Kleinbauern und  Kleinbäurinnen: “Wir könnten das Projekt sehr leicht verdoppeln oder verdreifachen, wenn wir die finanziellen Mittel hätten“, so der Projektleiter Rob Small.

Mehr als 9000 Euro sind (Stand Anfang 2014) als Klimaticket-Spenden aus Aachen in Kapstadt angekommen. Wir haben also seit 2009 mehr als 10 Farmer (und damit verbunden mehr als 350 Menschen) unterstützt, die auf ca. 7000 m² mehr als 4500 kg Gemüse im Jahr erzeugt haben. Mehr als ein Nebeneffekt: Die Tätigkeiten im Gemüsebau bildet die Basis, sich mit weiterführenden Themen auseinander zu setzen: Die Kleinbäuerinnen entwickeln Produkte, Märkte und  Problemlösungsstrategien, organisieren die Versorgung des Grundstückes, pflanzen Windschutzhecken u.v.m. Rob Small bezeichnet sie als „CO2-Bankiers“, weil 1000 m² Gemüsegarten zwischen 1000 und 2000 kg CO2 absorbieren.

(Interview mit Rob Small: Gabriele Schütz-Lembach)

Lust auf einen kleinen Film über das Gesamtprojekt ? Dann klicken Sie HIER
In den Webseiten http://harvestofhope.co.za und www.abalimi.org.za können Sie mehr lesen!


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