Hilfe für das Wetland

HS_10_Phoenix_JPGDieses Projekt wurde in den Herbstferien im Oktober 2009 durchgeführt. Primär ging es um die ökologische Analyse und Hilfe für den von Wasserhyazinthen überwucherten See im Edith Stephens Wetland Park. Kombiniert wurde diese Projektaufgabe mit dem Aufbau eines naturwissenschaftlichen Labors an der Phoenix Secondary School mit finanziellen Mitteln des Kreisgymnasiums Heinsberg und gespendetem Laborutensilien von der RWTH Aachen. Dazu waren drei Schüler aus der Jgst. 12 vom Kreisgymnasium Heinsberg gemeinsam mit der Rektorin Anne Krewald und dem Projektmanager Norbert Kuntz von Stadtoasen e.V. nach Kapstadt gekommen und arbeiteten ca. 3 Wochen mit zwei Schülergruppen aus der Jgst. 11 der Phoenix Secondary im Edith Stephens Wetland Park zusammen.


Ein Kurzbericht der Schüler aus Heinsberg

Wir – Dennis Rypka, Lisa Jochens, Pia Schwarzenberg – und unsere Schulleiterin Frau Krewald flogen am 7. Oktober 2009 nach Kapstadt. Dort haben wir den Biologen Norbert Kuntz aus Aachen getroffen, der uns bei unser Projekt organisiert hatte. Und das ist ihm so gut gelungen, dass wir seinen Verdienst gleich hier oben anmerken müssen.

Aber nun möchten wir von dem eigentlichen Projekt und seinen Ambitionen berichten.

HS_15_Phoenix_JPGDas Projekt hat sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Wochen (07.10. – 26.10.2009) abgespielt und hatte mehrere Ziele inne. Zum einen wird eine intakte Beziehung zwischen den Schulen in Manenberg (Phoenix High) und dem Kreisgymnasium angestrebt und logischerweise auch zwischen ihren Schülern/-innen. Man möchte internationale Beziehungen und Freundschaften kreieren. Das Zusammentreffen von zwei ganz verschiedenen “Welten” und der gegenseitige Austausch hat die Gemüter beiderseits stark bewegt. Dadurch, dass man sich selber in Kapstadt aufhält und den Alltag der Kapstädter miterlebt, lernt man erst wirklich, um genau zu sein hautnah, seinen eigenen Lebensstandard zu schätzen. Wir haben allesamt zuerst gedacht, dass wir in der Lage seien zu realisieren und zu schätzen wie gut man zu Hause lebt, aber Kapstadt hat uns alle geprägt und zum Umdenken gebracht.

Und jetzt sind wir schon nah an dem dran, was unsere Schülerrolle im Projekt gewesen war. Wir haben mit zwei Schülergruppen von sieben Schüler/Innen der Phoenix High je fünf Werktage zusammen in einem Naturschutzpark, dem Edith Stephens Wetland Park, verbracht.

2007-18Wasseruntersuchung2Dort haben wir uns gemeinsam mit biologischen Fragen beschäftigt. Zusammen haben wir an verschiedenen Stellen des Parks Wasser entnommen, nach Wasserlebewesen oder chemisch untersucht und unsere Schlussfolgerungen gezogen. Wir haben einem vom Umkippen bedrohten See geholfen, indem wir allesamt vollen Einsatz in Ganz-Körper-Gummistiefel gezeigt haben und zentnerweise Wasserhyazinthen entfernt haben. Wie man hört, haben wir uns vor allem mit Wasser beschäftigt. Der Grund dafür ist der hohe Stellenwert des Wassers in Afrika. Unsere Projektgefährten haben zum ersten Mal eine chemische Wasseranalyse selber durchgeführt, durch ein Mikroskop geschaut und generell Biologie als praktische Tätigkeit und nicht nur bloß in der Theorie kennen gelernt.

Wir sind natürlich nicht nur wegen der Bildung von internationalen Beziehungen nach Kapstadt geflogen. Auch haben wir das Ziel unserer Partnerschule zu helfen. Darum unterstützen wir sie darin, einen Biologiefachraum anzulegen, und wir werden bestimmt demnächst weitere gemeinsame Ziele ins Auge fassen. Aus Deutschland hatten wir insgesamt ungefähr einen Koffer voll Sachen für diesen Raum mitgebracht. Zwei Mikroskope, eine Wetterstation, Windmesser, ein Chemieset zur Wasseranalyse und noch vieles mehr.

Somit haben wir den Schüler/innen gleichzeitig gezeigt wie sie die von uns mitgebrachten Gegenstände in ihrem Biologieunterricht einsetzen können und was für Möglichkeiten diese eröffnen. Auch ist ihnen von Versuch zu Versuch immer klarer geworden welche Bedeutung eine intakte Umwelt und Natur hat. Ihr Umweltbewusstsein wird gestiegen sein und auch ihre Begeisterung für die Biologie.

HS_13_Phoenix_JPGBei den biologischen Aufgaben war Norbert eine besondere Hilfe. Er hat uns tatkräftig durch sein Fachwissen, seine Hilfsbereitschaft und seine Kapstadt-Erfahrungen und -beziehungen unterstützt. Mit seiner Hilfe ist diese Schulpartnerschaft entstanden und wird durch ihn auch belebt.

Am letzten Tag mit den Projektgruppen haben wir einen Ausflug unternommen. Wir haben in Hermanus Wale gesehen und beobachtet und die Woche gemeinsam ausklingen lassen.

Die ersten Ziele des Projektes sind erreicht worden: Austausch, neue Bekanntschaften und ein anderes Bewusstsein gegenüber der Biologie und seinen Mitmenschen. Und wir müssen alle zugeben, dass es für jeden von uns eine aufregende und schöne Zeit gewesen ist. Nach Projektschluss haben wir Kapstadt noch ein wenig weiter erkundigt.

Im großen und ganzen ist die Zeit dort sehr schnell vergangen, wir haben viele Erfahrungen gesammelt, Bekanntschaften gemacht und Spaß gehabt. Südafrikas Schönheit liegt nicht nur in der fantastischen Landschaft, sondern auch im Lebensgefühl der Südafrikaner.

Pia Schwarzenberg, Schülerin am Kreisgymnasium Jgst. 12