Lernen aus Koffern und Kisten

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Das umweltpädagogische Austauschprojekt zwischen „Selfhelp Maneneberg“ und dem „Welthaus Aachen“ war ein Wagnis. Inhalte und Methoden der Umwelterziehung waren das zentrale Thema zwischen Partnern aus zwei Welten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Zwei Pädagogen aus Manenberg – Juanita Muguni und Patrick Nel – arbeiteten für drei Monate im Frühjahr 2005 mit Kindern in Aachen. Im Gegenzug arbeiteten zwei Mitarbeiter des Welthauses – Yasmin Büttgen und Torsten Janssen – im Herbst 2005 drei Monate lang mit Kindern in Manenberg (Kapstadt).

Das Thema „Lernen aus Koffern und Kisten“ war das Wunschthema der Mitarbeiter von „Selfhelp Manenberg“, nachdem sie von der Existenz dieses Projekts im Welhaus erfahren hatten. Die Einigung über Projektthema und –inhalt erfolgte im Rahmen mehrerer Besuche eines Welthausmitarbeiters in Manenberg.

Trotz vermeintlich guter Vorbereitung war die eigentliche Projektarbeit durch interkulturelle Missverständnisse geprägt. Wir mussten feststellen, dass die gemeinsame Sprache Englisch nicht immer den gleichen Bedeutungsinhalt für alle Beteiligten hatte.

Umso spannender gestaltete sich die Arbeit und die Auseinandersetzung um Ziele und Methoden. Beide Seiten waren von den gravierenden Unterschieden überrascht. Langjährige Überzeugungen wurden schwer erschüttert.

Unbeeindruckt davon hatten die beteiligten Kinder und Jugendlichen riesigen Spaß. Die meisten von ihnen, sowohl in Kapstadt als auch in Aachen, hatten mit dieser Art Umwelterlebnis bisher wenig Erfahrung. Umso aufgeschlossener waren sie für neue Erlebnisse und fremde Menschen.

HIER können Sie den Bericht über die Nordphase des Projekts in Aachen aus dem Umweltbrief Nr. 57 des Ökologiezentrums Aachen lesen.

Torsten Janssen hat HIER seine Erfahrungen während der Südphase in Manenberg beschrieben.

Das Projekt wurde ermöglicht durch finanzielle Unterstützung von der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung und von InWEnt.