Hlumani

Das Projekt Hlumani ist aus der Summer School der Universitäten Aachen, Kapstadt und Stuttgart im Oktober 2018 hervorgegangen. Neben dem Gemeinschaftsgarten Moya we Khaya, der bereits seit 2014 in Khayelitsha existiert, soll ein Gemeinschaftszentrum entstehen. Hier wird es möglich sein, Kisten für den Verkauf des im Garten produzierten Gemüses zu packen und auch den Verkauf vor Ort zu ermöglichen.

Im Rahmen ihres Masterstudiums an der RWTH Aachen hat die Architekturstudentin Jennifer Krichel in einem zweisemestrigen Projekt einen Entwurf für Hlumani erarbeitet. Zwei Partizipationsworkshops, die sie während ihres mehrwöchigen Aufenthalts in Khayelitsha organisierte, bildeten die Grundlage für den Entwurf dieser Vision. Mit mehr als 50 Teilnehmern wurde das Raumprogramm entwickelt und wichtige Grundlagen des Entwurfs diskutiert.

Das Projekt sollte in Selbstbauweise mit der lokalen Gemeinschaft realisiert werden können und aus nachhaltigen, umweltfreundlichen und recycelten Materialien bestehen. In drei Phasen kann das Gemeindezentrum schrittweise gebaut werden. Der erste Schritt ist der Bau eines Packhauses mit Küche, Lager und Kühlraum. Eine aus Spendengeldern finanzierte Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass dieser Schritt notwendig ist, um das Gemüse verkaufen zu können und damit den Garten wirtschaftlich am Laufen zu halten.

Das Projekt wurde auch mit dem Brigitte-Gilles-Preis 2020 ausgezeichnet, der Projekte würdigt, die zur Stärkung der Rolle der Frau beitragen. Das Preisgeld wird verwendet, um jungen Frauen vor Ort die Teilnahme an Marketingschulungen zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde das Projekt in das Portfolio der Bürgermeister für urbane Nachhaltigkeit der Städte Aachen und Kapstadt aufgenommen. Es gibt jeweils eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern sowohl in Aachen als auch in Kapstadt, die versuchen, das Netzwerk zu erweitern.

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