Aktuelles

Auch bei uns: Termine abgesagt!

Viele Aktivitäten sind eingeschränkt. Wir versuchen, Projekte anzupassen und planen Veranstaltungen um.

Das Wandmalprojekt  zum Thema ´Brücken schlagen` an der neuen Brücke ist fertiggestellt – die Dokumentation hier Worldlab November 2020

Die nächste Koordination wird wahrscheinlich auch per zoom stattfinden. Interessierte melden sich bitte über den Kontakt auf dieser Seite, das Link wird dann zugeschickt.

Von der Mitgliederversammlung am 13. November gibt es das pdf einer Zusammenfassung im Mitgliederbereich.

GUTE NACHRICHTEN

Wir unterstützen Suppenküchen. Spenden zur Sicherung der Ernährung leiten wir umgehend an uns bekannte Initiativen weiter (s.u.):

So schrieb Megan Pringle “Masicorp may thank you directly for the most generous donation that was recently made towards our education programmes in Masiphumelele.” Sie konnten nach der Schließung mit Hygiene- und Distanz-Konzepten wieder öffnen. „Your lovely donation allowed us to give each Grade 3 learner some good quality stationery, stickers and fruit as well as ensuring we had all the hygiene supplies necessary to keep the children and teachers safe from COVID. This was a great way to re-start our programmes, especially our Learning Labs, which are a vital part of our work at the school.”  

Wir freuen uns, dass wir mit unseren Spendern schnell (durch die Vermittlung von Lutz van Dijk) unbürokratisch und wirksam helfen konnten!

Lutz van Dijk hatte geschrieben:  “es gibt bessere Nachrichten: die Neu-Infektionen nehmen erstmals nicht mehr zu, Krankenhäuser können vorsichtig aufatmen. Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im HOKISA Kinderhaus sind weiter gesund, drei Mitarbeiter*innen sind aus zweiwöchiger Isolation zurück! Noch ist die Pandemie nicht überstanden, aber es gibt ganz vorsichtige Zuversicht…”

 

Und er teilt mit uns das Video des kleinen örtlichen Krankenhauses (False Bay Hospital mit 75 Betten), in dem die Schwestern, Krankenpfleger und Ärzt*innen ihrer Freude tanzend Ausdruck bringen:

 

EIN WENIG GRUNDSÄTZLICHES: Unsere Partnerschaft hat ihre Basis in internationalen Begegnungen. Diese sind in den aktuellen Pandemie-Zeiten von wesentlich mehr Unsicherheiten bestimmt als sonst. Aufgrund von Reise-Einschränkungen kann kein Austausch zwischen Schulen, Vereinen und Organisationen stattfinden – und kann auch nicht sicher geplant werden. Wir nutzen die Zeiten zum Nachdenken, Sortieren und Finden neuer Formen…

Wie gestaltet sich die Partnerschaft während der Corona-Zeit?

Die Kommunikation mit unseren Projektpartnern in Kapstadt und Umgebung ist durch die Corona-Pandemie eingeschränkt. Zwei Aachener, die im Frühjahr (=  Herbst dort) in den Townships Projekte besuchen wollten, die wir mit Spenden aus dem Aachener Klimaticket unterstützen, mussten sich auf den Aufenthalt in ihrer Unterkunft beschränken. Sie konnten kein einziges Projekt aufsuchen. Als weiße Europäer, die die Krankheit ins Land geschleppt hatten, standen sie unter Generalverdacht, waren nicht willkommen und mussten lange ausharren, ehe sie wieder nach Deutschland fliegen konnten. Unsere Partner hatten andere Sorgen, die immer existentieller wurden….

Die Menschen in den Townships sind der Krisen-Situation und den Einschränkungen in einem Ausmaß ausgeliefert, das wir uns nur annähernd vorstellen können. Der Lockdown ist in Kapstadt deutlich radikaler als bei uns… In den „shacks“ ist es unmöglich, in irgendeiner Form Abstand voneinander zu halten. Fließendes Wasser zum Händewaschen ist oft nur an einer Wasserstelle, die sich viele teilen müssen, bei einem oft nur tröpfelnden Wasserhahn möglich. Um zur Arbeit zu kommen, muss man sich in den Zug oder ein Minitaxi quetschen. ….. Wie will man unter diesen Umständen Ansteckungen vermeiden? Wie will man Gelegenheitsjobs finden, wenn Arbeitslosigkeit zu den Lebensbedingungen gehört? Wie kann eine Familie diese Zeit überleben?

Wir hoffen, dass die/der eine oder andere noch etwas säen oder pflanzen konnte, was die Ernährungslage während des kommenden Winters wenigstens etwas verbessert. Wir fürchten aber, dass kaum jemand die Kraft dazu hat, da der Herbst zu allem anderen Stürme und Überschwemmungen mit sich brachte, die große Verwüstungen anrichteten.

So haben wir in Absprache mit einem Großspender und durch eine Sammelaktion bei der Führung im Nelson-Mandela-Park im Juli 1.500 € zur Unterstützung von Suppenküchen nach Kapstadt geschickt. Nur, wer etwas Gehaltvolles im Magen hat, ist in der Lage, Gartenarbeit zu verrichten.

Dawns Soup Kitchen in Mandela Park (Khayelitsha): Dawn Mambalu ist Sommelière, berät zu Weinen und verkauft Weine von schwarzafrikanischen Winzern. Durch das Alkohol-Verbot im Lockdown begann sie Suppen, Stews und Gemüse zu kochen. Kinder aus der Nachbarschaft helfen schnippeln und eine online-Fundraising-Kampagne brachte etwas ein- wir helfen auch gern!

The Service Dining Rooms (gegr. 1935) bieten traditionell in ihren Räumen Frühstück und Mittagstisch für Obdachlose. Seit März hat Karen Cain, die Organisatorin, umgestellt: die Mahlzeiten werden auf der Straße ausgegeben, Päckchen mit Seife und Desinfektion können die Gäste mitnehmen. Karen stellte uns auch die Fotos zur Verfügung.

Mit HOKISA (Home for Kids in South Africa) in Masipumelele sind wir durch seinen Gründer verbunden – Lutz van Dijk, Autor, gab schon viele Lesungen in Aachen. Er gab uns Hinweise auf kleine Organisationen, die wir unterstützen konnten (s.o.)

Gemessen an dieser blanken Not und der Gefahr, die auch in den nächsten Monaten vom Corona-Virus ausgehen wird, ist vollkommen klar, dass alle Schulaustauschreisen abgesagt werden. Wie wir unsere partnerschaftliche Arbeit weiter ausgestalten können, muss sich entwickeln.

 

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Der Film über Abalimi: s. unter Klimaticket/Abalimi! (s. dort…)


Kommunale Entwicklungs-Zusammenarbeit (KEZ): „Voneinander Lernen – für eine zukunftsfähige Stadt“

In den Austauschprojekten (2015-2018) verglichen Mitarbeitende der beiden Verwaltungen Arbeitsweisen,  Erfahrungen und Strategien rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Während des Besuchs der Kollegen aus Kapstadt im Juni 2018 wurden die Themen Stadtklima, urbanes Grün, e-Mobilität und nichtmotorisierter Verkehr gemeinsam weiter bearbeitet, in Eilendorf wurden neue Methoden der Bürgerbeteiligung ausprobiert.

Eine Fortsetzung der Austausche liegt zur Zeit Corona-bedingt “auf Eis”, Pläne liegen in Schubladen in Nord und Süd.

s. auch unter Projekte/KEZ


Die Partnerschafts-Schokolade- immer noch gut!

 

Auf Anregung von Contigo (das Fairtrade-Geschäft am Puppenbrunnen) haben wir eine “besondere” Schokolade als Werbeträger für unsere besondere Patenschaft entwickelt. Sie ist fair trade -natürlich-, bean to bar und lecker wie alle zotter-Schokoladen. Die beiden Tafeln sind mit einer Hülle verbunden, die über die Ziele unserer Partnerschaft informiert… ein nettes Geschenk für Gaumen und Hirn!

Bemerkenswerte Menschen aus Manenberg – The Amazing People from Manenberg

Norbert Kuntz hat während seines dreijährigen Aufenthaltes in Kapstadt Menschen aus Manenberg in seinem Buch beschrieben: Menschen, die in ihrer Resilienz erstaunlich sind und ihren Weg in schwierigen Verhältnissen finden. Das Buch wurde über crowdfunding mit startnext finanziert. Es  kann bestellt werden über  Norbert.Kuntz@gmx.de


Brillen-Pinguine in Kapstadt und in Aachen

Es gibt ein Patenschafts-Projekt “Von Pinguin zu Pinguin” zwischen Aachen und Kapstadt! Mehr dazu auf der Seite des Euregio-Zoos: http://www.euregiozoo.de/de/tierpark/boldi.php